Céline Dions Lieder terrorisieren eine Stadt in Neuseeland

Junge Leute mit einer Vorliebe für laute Musik in der Nacht treffen sich in sogenannten Sirenenclubs. Diese Bezeichnung beruht darauf, dass sie in ihren Autos oder sogar Fahrrädern Lautsprecher einbauen, wie sie beispielsweise bei der Polizei verwendet werden oder in Straßenalarmanlagen zu finden sind.

Laut Website Die Washington Post Es handelt sich überwiegend um junge Männer aus einer Gemeinde auf den Pazifikinseln, die sich selbst als Pasifika bezeichnet. Die Bürgermeisterin von Porirua, Anita Baker, erzählte der Zeitung dann, dass sie letztes Jahr während der Spiele des Rugby-League-Weltcup-Turniers begonnen hätten, sich diesem seltsamen Hobby zu widmen. Auf diese besondere Weise feierten sie den Einzug Neuseelands ins Halbfinale und des Teams aus Samoa ins Finale.

Doch auch nach Ende des Turniers gelang es ihnen nicht, sie zu besiegen. Noch heute finden die sogenannten Sirenenschlachten statt, meist am Bahnhof oder auf verschiedenen Parkplätzen im gesamten Stadtgebiet.

Der Bürgermeister sagte weiter, dass die Stadt mit den größeren und weitgehend organisierten Gruppen von „Sirenenläutern“ eine Einigung erzielen konnte, wonach alle derartigen Aktivitäten mit Schlag der zweiundzwanzigsten Stunde enden. Es gibt aber auch kleinere Vereine, die Baker als „Split Factions“ bezeichnet und die sich keine Gedanken über zeitliche Begrenzungen machen. So dröhnt ihre Musik ruhig sogar bis drei Uhr morgens.

Ziel dieser Duelle ist es, die Musik möglichst sauber und laut wiederzugeben. Und genau dieser Aspekt der Sauberkeit führt dazu, dass die Hits von Céline Dion abends in Porirua fast ununterbrochen erklingen. Ihre Stimme ist hoch und sehr klar. Darüber hinaus mögen diese Leute zum Beispiel auch das Lied „Chandelier“ der Sängerin Sia, und auch das Reggae-Genre soll generell geeignet sein, da es schöne Rhythmen hat und nicht verzerrt klingt.

Die größten Hits sind laut Bürgermeister Baker jedoch die Lieder „My Heart Will Go On“ und „The Power of Love“ von Céline Dion. Diese Lieder machen die Einheimischen bereits verrückt und mit ihnen auch ihre Interpretin selbst.

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Diederick Beitel

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