Der Schlüssel dazu ist die Polenfrage

Prof.. Grzegorz Kucharczyk weist darauf hin, dass Deutschland mit Nord Stream 2 gewisse politische Ziele versuche. Es geht darum, den Ländern Mittel- und Osteuropas Entwicklungsbarrieren aufzuerlegen.



Bundeskanzler Olaf Scholz und Ministerpräsident Mateusz Morawiecki.


© PAP / Radek Pietruszka
Bundeskanzler Olaf Scholz und Ministerpräsident Mateusz Morawiecki.

Bau von Nord Stream 2 endete im September 2021, die Bundesnetzagentur verweigerte jedoch die endgültige Genehmigung der Leitung. Die deutsche Behörde muss bis Ende Januar über eine Genehmigung zum Betrieb von Pipelines entscheiden, die jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas von Russland nach Deutschland transportieren sollen.

US-Senat am Donnerstag die Rechnung wurde abgelehnt Verhängung von Sanktionen gegen Unternehmen, die an der Umsetzung der umstrittenen Gaspipeline beteiligt sind. Unterdessen könnte sich Nord Stream 2 laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ als geostrategisches Schlüsselelement erweisen, das Russland den Einmarsch in die Ukraine ermöglichen wird.

Deutsche Politik

Gast Polskie Radio 24 wies darauf hin, dass Deutschland mit dem Start von NS2 auch ein politisches Ziel habe.

– Dies ist ein Versuch, eine neue Version des Mitteleuropa-Konzepts umzusetzen, mit dem Ziel, die deutsche Vorherrschaft in Mitteleuropa zu festigen. Es geht nicht um Germanisierung, um völkermörderische Reichspolitik im Stil Adolf Hitlers, sondern um die Errichtung einer dauerhaften Entwicklungsbarriere. Polen sei dabei der Schlüssel, sagte der Historiker.

Seiner Meinung nach „wenn Polen nicht Ärger macht, werden andere Länder noch mehr tun“. – Die Polen sollen einen Staat haben, sie können von EU-Subventionen und der Kohäsionspolitik profitieren, aber es muss ein deutlich erkennbares Entwicklungshemmnis geben. Polen „muss“ seinen Platz in der von Deutschland aufgestellten Rangliste kennen. Deutschland werde nicht nur Nord Stream 2, sondern auch die Haltung Washingtons nutzen, die auf die Strategie der Partnerschaft zurückgekehrt sei, unsere westlichen Nachbarn als Schlüsselelement der Sicherheitsarchitektur in Europa anzuerkennen, erklärt der Professor.

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“: Das erhöht die Kriegsgefahr gegen die Ukraine

„Nirgendwo sonst in der EU werden so oft antideutsche Vorurteile verwendet.“ Die Welt schreibt über Polen

Abelard Wehner

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