Deutsche Turnerinnen tragen Uniformen, um gegen Sexualisierung im Sport vorzugehen

Die Turnerin Sarah Voss nahm in einem anderen Outfit an den Europameisterschaften im Kunstturnen in Basel, Schweiz, teil. Anstelle eines traditionellen Trikots Der Athlet trug einen Overall, der seinen gesamten Körper bedeckte.

Sarahs Entscheidung drückt eine Konfrontation mit aus sexuelle Belästigung und Hypersexualisierung von Sportlerinnen. Sie war die erste, die das Kostüm trug, und diente als Inspiration für zwei andere Teamkollegen.

Die Kleidung entspricht den Vorschriften des Internationalen Turnverbandes. „Einteiler mit langen Beinen, von der Hüfte bis zum Knöchel“, so die Einrichtung. Die Wahl hatte jedoch Auswirkungen, denn wie schon vor Sarah hatten Sportler ihre Beine bei internationalen Wettkämpfen nur aus religiösen Gründen bedeckt.

Die Athletin wurde von ihrem nationalen Verband unterstützt, der der Entscheidung der Teilnehmer zustimmte und dagegen war sexuelle Belästigung. In einem Interview mit dem ZDF sagte die Turnerin: „Das haben wir uns bisher nicht getraut. Nach den Regeln des internationalen Verbandes sind lange Hosen mit Strumpfhosen im Wettbewerb erlaubt, aber niemand hat dies getan. Irgendwann haben wir uns als deutsches Team gefragt: „Warum nicht?“

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Kim Bui und Elizabete Seitz, ebenfalls aus der deutschen Mannschaft, trugen im Wettbewerb eine Uniform mit Hose. Elizabeth sagte, dass das Tragen eines Trikots eine Sorge weniger sei, da sie sich nur auf den Sport konzentriere und nicht darauf, ob ihr Körper zur Schau gestellt werde oder nicht.

Sarah sagte auch, sie sei stolz auf ihre Entscheidung. „Wir Frauen wollen uns alle in unserer Haut wohlfühlen. (…) Manchmal fühlt man sich sehr nackt. Ziel des Anzugs ist es, Turnern, die sich in normalen Strumpfhosen unwohl fühlen, Komfort, Sicherheit und Freiheit zu bieten.

„Viele Turner haben mir geschrieben, dass sie froh sind, dass der Schritt getan wurde. Ich habe gezeigt, dass man sich großartig fühlen und trotzdem großartig aussehen kann“, sagte Sarah.

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Sexuelle Belästigung

Die Athletin bemerkte auch, dass mit zunehmendem Wachstum auch ihr Unbehagen in Bezug auf Kleidung zunahm. „Als kleines Mädchen fand ich Strumpfhosen nicht so dramatisch. Aber als die Pubertät begann, als ich meine Periode bekam, wurde ich immer ängstlicher.“

Angesichts der jüngsten Belästigungsbeschwerden stellt die Tat einen Wendepunkt in der Geschichte des Kunstturnens dar. Die amerikanische Turnerin Simone Biles, die sagte, sie sei von dem inzwischen inhaftierten Sportarzt Larry Nassar sexuell missbraucht worden, sagte, ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio würde bedeuten, dass sie sich zu sexuellem Missbrauch im Sport äußern würde.

Brasilien ist nicht immun gegen Sexualkriminalitätsskandale. Angeklagt wurde der ehemalige Trainer der brasilianischen Kunstturnmannschaft, Fernando Lopez sexuelle Gewalt viele Sportler und ehemalige Sportler. Der Fall wird im Einklang mit dem Gerichtsgeheimnis behandelt.

Ruperta Teufel

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