Deutscher Verteidiger setzt Neymar-Kontroverse fort: „Ich hatte nicht erwartet, dass es viral geht“

Sophie Kleinhern sagte, sie kenne keinen „weiblichen Neymar“, der zwei oder drei Minuten am Boden bliebe.

Sophie Kleinhern sagte, sie kenne keinen „weiblichen Neymar“, | Foto: Disclosure/ Instagram @neymarjr @sophia.kleinherne

Sofia Kleinhernes Rede in Brasilien hat für Gesprächsstoff gesorgt. Zwar hatte die deutsche Abwehr nicht mit solchen Ausmaßen gerechnet, denn sie lobte nicht PSG, sondern den Sport, den sie betreiben. Am 15. Juli erklärte die Sportlerin, dass sie keinen „weiblichen Neymar“ kenne, der zwei oder drei Minuten am Boden bliebe.

„Ich hätte nicht erwartet, dass dieser Kommentar in Brasilien so häufig vorkommt. Ich glaube, in Deutschland klang er anders, weil jeder, der mich kennt, weiß, was ich mit diesem Kommentar meine und dass es keine Kritik an Neymar war. Wir alle wissen, was Neymar repräsentiert.“ Brasilien. Aber wie gesagt, ich stehe zu meinem Kommentar. Es ist nichts, wofür ich mich entschuldigen oder entschuldigen muss“, sagte Kleinherne.

Vor Beginn der Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland lobte die deutsche Spielerin in einem Interview mit dem Playboy-Magazin ihres Landes die Entwicklung des Frauensports in vier Zeilen. Kleinherne wies darauf hin, dass Frauen ehrlicher seien, wenn es darum gehe, auf brutale Schüsse nicht überzureagieren, und nannte Neymar als Beispiel für Fehlverhalten.

„Ich kenne keinen weiblichen Neymar“, sagte er. „Ich kenne keinen Spieler, der zwei oder drei Minuten am Boden liegt (lacht). Im Ernst: Ich würde sagen, wir haben wirklich jede Sekunde des Spiels mit Herzblut gespielt – und selbst wenn wir verlieren, kann man uns nie einen Vorwurf machen.“ „Wir geben nicht alles“, betonte er.

Kleinherne sagte damals auch, dass Frauen offener für den Kontakt mit Fans seien als Männer. „Wir wollen nah an den Fans sein und nah an den Fans leben. Das ist keine Kritik an Männern, die solche Höhen erreicht haben. Wir schaffen es auch, mit unserem ehrlichen Fußball zu begeistern.“

Der amtierende Vize-Europameister Deutschland zählt zu den Favoriten auf den Weltmeistertitel und beginnt am 24. Juli in der Gruppe H der Weltmeisterschaft gegen Marokko mit der Jagd nach dem dritten Titel.

(mit Estadão)

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Ruperta Teufel

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