„Deutschland“ von María Zanetti: ein intimes Porträt der psychischen Gesundheit und Jugend in den 90er Jahren.

Trailer zu „Germany“ von María Zanetti.

Innerhalb Argentinischer Wettbewerb 38. Auflage Internationales Filmfestival Mar del PlataLateinamerikanische Premiere Deutschlanddas Spielfilmdebüt des Regisseurs Maria Zanettiein Coming-of-Age-Film, der die Komplexität der psychischen Gesundheit und familiären Beziehungen untersucht.

Die Handlung dreht sich um Lola, eine 16-jährige Teenagerin, die sich den Herausforderungen des Erwachsenwerdens stellt und gleichzeitig mit den psychischen Problemen ihrer älteren Schwester Julieta, gespielt von Miranda de la Serna, zu kämpfen hat. Inmitten dieser anstrengenden Familiendynamik entsteht Lolas Wunsch nach Freiheit, verkörpert in ihrem Wunsch, als Austauschstudentin in Deutschland zu studieren. Familienschulden und die wirtschaftliche Situation erschweren jedoch die Verwirklichung dieses Traums, was Lola dazu bringt, sich auf die Suche nach neuen Erfahrungen und Möglichkeiten zu machen, ihrer Realität zu entfliehen.

Teil der Besetzung von „Deutschland“ mit seinem Regisseur

Die Entscheidung, die Geschichte in den 1990er Jahren anzusiedeln, verleiht der Erzählung eine Ebene von Authentizität und Nostalgie. Zanetti, der damals seine Teenagerjahre erlebte, findet, dass dieser Kontext der perfekte Hintergrund ist, um die Unsicherheit und den Wandel zu erkunden, mit denen eine Familie oft konfrontiert ist, wenn sie mit psychischen Problemen zu kämpfen hat. Die Regisseurin sagte, dass sie dieses Problem genau kenne, da bei ihrem älteren Bruder im gleichen Zeitraum wie im Film auch Bipolarität diagnostiziert wurde.

Der Prozess der Auswahl eines Protagonisten, Maita Aguilar, war maßgeblich daran beteiligt, den Charakter von Lola zum Leben zu erwecken. Durch einen sorgfältigen Casting-Prozess und frühere Vorsprechen wurde Aguilar aufgrund ihres Potenzials und ihrer Fähigkeit, sich mit Lolas Geschichte und Universum zu verbinden, ausgewählt. Gemeinsame Arbeit zwischen Aguilar und Zanetti, zusammen mit dem Trainer Maria Laura BerchováDas Ergebnis ist eine kraftvolle und authentische Darbietung, die den Zuschauer laut Regisseur auf eine emotionale Reise durch die Augen von Lola während der Präsentation des Films mitnehmen wird.

María Zanetti präsentierte einen bewegenden Film mit einer sehr persönlichen Handlung

Zanetti untersucht auch Familienmodelle, die idyllisch erscheinen, in Wirklichkeit aber sehr fragil sind, wenn sie verschiedenen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Herausforderungen ausgesetzt sind. Obwohl es eine argentinische, urbane Realität zeigt, die in einer bestimmten Zeit spielt, berührt es universelle Themen, die bei jedem Anklang finden, wie etwa Schmerz, Eltern-Kind-Spannung, Geschwisterrivalität, sexuelle Initiation oder Enttäuschung in der Liebe.

Dieser berührende und persönliche Film ist auch ein Spiegelbild der Zeit mit musikalischen Referenzen wie Charly García oder Virus. Es ist ein großartiges Kunstwerk, wenn es darum geht, die Kleidung einzufangen, die Teenager in jenen Jahren trugen, aber auch Gegenstände wie den Walkman, Modellautos, die durch die Straßen fuhren, und die Ästhetik, die altehrwürdige Viertel gehabt haben könnten. Siesta und auf den Gebäuden standen viele Häuser.

Deutschlanddie in der Division antraten Lateinische Horizonte von den letzten Internationales Filmfestival San SebastianEs ist eine Hommage an die Freundschaft zwischen Gleichaltrigen und die Komplizenschaft zwischen Geschwistern, wenn die Älteren die Jüngeren beschützen und sie auch vor den Streitigkeiten und Komplikationen der Erwachsenenwelt zu schützen versuchen.

Maria Zanetti Er führte Regie bei Kurzfilmen wie „Ping Pong Master“ (2011), „Chivilcoy“ (2013), „I Don't Care“ (2017) und „Furia“ (2020) sowie bei der Dokumentarserie „Gastro“. (2019). Im Jahr 2021 stellte er seinen Film vor Deutschland beim Koproduktionsforum des Festivals in San Sebastián, wo er den Preis entgegennahm Artekino International Award. Darüber hinaus ist sein zweites Spielfilmprojekt mit dem Titel „Brennen„ wurde im Wettbewerb ausgewählt INCAA Raymond Gleyzer das selbe Jahr.

[Fotos: Gentileza Prensa del Festival de Cine de Mar del Plata]

Gertraud Beck

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